Trend Textilsauna: Was steckt dahinter?

 

Es ist kein unumstrittener Trend: Immer mehr Saunen und Thermalbäder bieten heute eine Textilsauna an. Darin schwitzen Besucher in Badekleidung. Für viele eingefleischte Saunaliebhaber ein absolutes No-Go. Auf der anderen Seite bringt es aber auch viele neue Besucher in die Saunen.

 

Textilsaunen haben eine lange Tradition

 

In vielen Ländern ist es üblich, in Badekleidung in die Sauna zu gehen. Wer da direkt an die prüden Amerikaner denkt, liegt nicht falsch, aber auch nicht ganz richtig: Selbst in ansonsten eher als freizügig bekannten Ländern wie Frankreich und in Mittelmeerländern wie Spanien und Italien ist das Saunieren im Adamskostüm tabu. Nackt wird außer in Deutschland eigentlich nur im benachbarten Österreich, in Russland und in den nordischen Saunanationen Schweden und Finnland geschwitzt.

 

Ergänzung statt Änderung für neue Besuchergruppen

 

Allerdings kann sich längst nicht jeder dazu überwinden, quasi in der Öffentlichkeit alle Hüllen fallen zu lassen. Einige schämen sich für einen scheinbar unattraktiven Körper, Übergewicht oder Narben, andere besitzen einfach ein ausgeprägtes natürliches Schamgefühl. Gerade jüngere Frauen fühlen sich obendrein auch noch häufig unangenehmen Blicken männlicher Saunagäste ausgesetzt.

 

Auf Klassenfahrten, Vereinsreisen und ähnlichen Gruppenausflügen sind Besuche in Spaß- und Thermalbädern sehr häufiger Programmpunkt, doch viele Jugendliche würden sich niemals gegenüber den anderen nackt zeigen. Auch Familien mit kleineren Kindern vermeiden textilfreie Saunen meist. All diese Besuchergruppen, die bislang auf den Saunabesuch verzichten mussten, können nun dank der neuen Textilsaunen angesprochen werden.

 

Kein Saunagänger muss befürchten, dass die eigene Lieblingssauna oder das regionale Thermalbad plötzlich nur noch Textilsauna anbietet. Bei den Textilsaunen handelt es sich in der Regel um eine Ergänzung des Angebotes. So kann im Thermalbad mit fünf-sechs verschiedenen Saunen eine einzige Sauna als Textilsauna angeboten werden oder in kleineren Saunen, ein Abend "mit Textil" eingeführt werden.

 

Was ist beim Besuch der Textilsauna zu beachten?

 

Auf keinen Fall sollten Gäste in der vom Schwimmbecken nassen chlorgetränkten Badekleidung in die Sauna gehen. Besser ist es zu warten, bis die Badesachen zumindest leicht angetrocknet sind. Am besten wird die Badekleidung doppelt mitgenommen. So kann eine Montur trocknen, während die andere getragen wird. 

 

Wer nacktes Saunieren gewöhnt ist, stört sich möglicherweise am engen Gummibund der Badehose oder an engen Bikiniträgern. Wird dies als sehr lästig empfunden, lohnt sich die Ausgabe für einen sogenannten Saunakilt: Dabei handelt es sich um eine Art Badetuch mit Klettverschluss oder Gummibund, das anstelle der Badekleidung in der Sauna getragen wird.

 

Auch in Textilsaunen sollte stets ein Saunatuch untergelegt werden. Zum einen reicht der Stoff eines Bikinis nicht aus, um die Haut komplett vor dem heißen Holz der Saunabänke zu schützen. Zum anderen soll auch hier der eigene Schweiß nicht aufs Holz tropfen.

 

Nach der Sauna gründlich duschen

 

Ein Problem ist natürlich der Schweiß. In der textilfreien Sauna rinnt er einfach über den nackten Körper ins Saunatuch und wird unter der Dusche abgespült. In der Textilsauna dringt er jedoch in die Badekleidung und durchtränkt sie. Nach dem Saunagang ist unbedingt eine gründliche längere Dusche erforderlich. Diese muss nicht eiskalt sein: Nach den ersten 20-30 Sekunden des kalten Abduschens kann die Dusche etwas hochgestellt werden. Im Interesse anderer Gäste sollten Saunabesucher auf keinen Fall in der schweißgetränkten Badekleidung gleich wieder ins normale Schwimmbad springen.

 

Wie finde ich Textilsaunen?

 

Die meisten großen Thermalbäder in Deutschland von der Therme Erding in München bis zur Ostsee-Therme in Scharbeutz haben in den letzten Jahren eine Textilsauna eingeführt. Ein Blick auf die Website der Thermalbäder in der eigenen Region bringt Auskunft.

 

Dazu lohnt es sich, bei Thermalbädern und Saunen telefonisch nachzufragen, ob möglicherweise an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten eine Textilsauna angeboten wird. So haben zum Beispiel die Schwabenquellen am Stadtrand von Stuttgart den "Textilbadetag" eingeführt: An jedem 1.Samstag von Oktober bis April ist das gesamte Thermalbad nur mit Badekleidung zu betreten.

 

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